AfA Baden-Württemberg

Herzlich Willkommen!

bei der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der SPD (AfA) Baden-Württemberg. Die AfA ist die größte und mitgliederstärkste Arbeitsgemeinschaft in der SPD. Hier engagieren sich politisch interessierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Gewerkschafter, Betriebs- und Personalräte, Jugend- und Auszubildendenvertreter und gewerkschaftliche Vertrauensleute. Das Leitmotiv unserer politischen Arbeit lautet: Für Arbeit und soziale Gerechtigkeit! Für diese beiden nach wie vor aktuellen Ziele engagieren sich Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten seit über 150 Jahren.

Erwerbsarbeit entscheidet für die allermeisten Menschen über das Maß der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Unser vorrangiges Ziel muss daher der Abbau der Massenarbeitslosigkeit und die Schaffung existenzsichernder und sozial abgesicherter Arbeitsplätze sein. Errungenschaften unseres gewachsenen Sozialstaates wollen wir sichern und den Herausforderungen in Wirtschaft und Arbeitswelt anpassen. Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und informieren Sie sich über unsere Arbeit und unsere Positionen.

Udo Lutz

AfA-Landesvorsitzender

 

Veröffentlicht in Veranstaltungen
am 23.10.2019

AfA-Landesvorstand (Gewählt am 09.11.2019 in Stuttgart)

 

Die  diesjährige Landesdelegiertenkonferenz der AfA Baden-Württemberg fand am 9. November 2019 in Stuttgart statt. Sie stand unter dem Motto "Gutes Klima - Gute Arbeit - Gutes Leben!"

Udo Lutz wurde mit über 91 % als AfA-Landesvorsitzender bestätigt. Zu seinen Stellvertreter*innen wurden gewählt Evelyne Gottselig (KV Mannheim) und Alessandro Lieb (KV Ostalb. Als Beisitzer*innen gehören dem neuen Landesvorstand weiterhin an: Jörg Bertermann (KV Rhein-Neckar), Bettina Bludau (KV Stuttgart), Daniele Cipriano (KV Lörrach), Dr. Sérgio Fernandes Fortunato (KV Emmendingen), Fabian Fink (KV Konstanz), Gerri Kannenberg (KV Stuttgart), Nadine Kress (KV Heilbronn-Land), Tanja Majer (KV Ludwigsburg), Beate Müller (KV Esslingen), Sarah Schlösser (KV Stuttgart), Regina Schmidtä-Kühner (KV Karlsruhe-Stadt) und Michael Weiß (KV Heilbronn-Land).

Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch sowie der AfA-Bundesvorsitzende Klaus Barthel sprachen ein Grußwort. Hauptredner war der DGB-Landesbezirksvorsitzende Martin Kunzmann.

Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Transformation in der Arbeitswelt. Diese dürfe nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Veränderungen müssen sozial gerecht gestaltet werden. Arbeitsplätze müssen langfristig gesichert und der starke Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg erhalten werden.

Einladung

Berichts- und Antragsbuch

Beschlüsse

Veröffentlicht in Landespolitik
am 18.07.2019

Der SPD-Fraktions- und Landesvorsitzende Andreas Stoch und Vorsitzende des DGBs und seiner Mitgliedsgewerkschaften in Baden-Württemberg erklären:

Wir fordern die Landesregierung auf, ihren Angriff auf das Arbeitszeitgesetz und damit auf den Schutz der Beschäftigten einzustellen. Eine pauschale Verlängerung der täglichen Höchstarbeitszeit auf zwölf Stunden, wie dies zumindest von Teilen der Landesregierung beabsichtigt ist, oder eine Festlegung einer Wochen- statt einer täglichen Arbeitszeit lehnen wir entschieden ab. 

Die von der Landesregierung ins Spiel gebrachte Gefährdungsbeurteilung bei der Ausweitung von Arbeitszeiten ist ein untauglicher Versuch, ein Problem zu lösen, das es ohne die generelle Ausweitung der Arbeitszeit nicht gäbe. Schon jetzt gibt es vielfältige Möglichkeiten, die Arbeitszeit flexibel zu gestalten. Dort, wo es Tarifverträge gibt, sind gute und flexiblere Arbeitszeitmodelle möglich. Beschäftigte in ganz unterschiedlichen Branchen beweisen vielfach, dass sie bereit und in der Lage sind, unterschiedlichen betrieblichen Anforderungen gerecht zu werden. 

Ziel muss es sein, die Chancen neuer Arbeitszeitmodelle beispielsweise für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu nutzen, ohne die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verschlechtern. In diesem Zusammenhang ist es entlarvend, dass gerade von konservativer Seite das aktuelle Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Arbeitszeiterfassung Anlass war, den Abbau des Arbeitnehmerschutzes zu fordern. Aus unserer Sicht muss das Urteil derart umgesetzt werden, dass die unterschiedlichen betrieblichen Gegebenheiten berücksichtigt, aber keineswegs Arbeitnehmerrechte beschnitten werden. Darüber hinaus ist die Zeitsouveränität der Beschäftigten als mindestens gleichwertiges Ziel zu betrieblichen Flexibilitätsanforderungen zu verfolgen.

Baden-Württemberg wird den Anspruch, das Musterland für gute Arbeit zu sein, dann erfüllen, wenn im Schulterschluss von Beschäftigten, Betriebsräten, Personalräten, Mitarbeitervertretungen, Gewerkschaften und Unternehmen tarifvertraglich abgesichert passgenaue Lösungen gefunden werden. Das Arbeitszeitgesetz darf hierfür jedoch nicht zu Lasten der Beschäftigten verändert werden. Wir treten daher entschieden für den Schutz der Beschäftigten vor überlangen Arbeitszeiten ein.  

Stuttgart, 4. Juli 2019

Kurt Amberger (EVG) 
Catharina Clay (IG BCE)
Martin Gross (Verdi)
Andreas Harnack (IG BAU) 
Uwe Hildebrandt (NGG) 
Hans-Jürgen Kirstein (GdP)
Martin Kunzmann (DGB) 
Doro Moritz (GEW)
Roman Zitzelsberger (IG Metall)

Andreas Stoch MdL
Dr. Boris Weirauch MdL

Veröffentlicht in Allgemein
am 03.04.2019

Aufruf der AfA Baden-Württemberg zum Tag der Arbeit 2019

Das soziale Europa stärken!
•    Die Europäische Union wurde als Wirtschaftsunion gegründet und hat vielen Menschen mehr Wohlstand gebracht. Aber Europa ist nicht nur für Banken, Konzerne und Großunternehmen da, sondern für alle Menschen. Wir wollen Ungleichheiten abbauen und treten ein für ein sozial gerechtes Europa. 
•    Wir stärken die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. In Europa sollen nicht Lohndumping und Steuerrabatte den Wettbewerb entscheiden.
•    Wir wollen Mindestlöhne und setzen uns für mehr betriebliche Mitbestimmung ein. Jeder soll einen gerechten Anteil an der wirtschaftlichen Stärke Europas erhalten. Frauen verdienen gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit wie ihre männlichen Kollegen.
•    Soziale Sicherheit muss in ganz Europa gewährleistet sein. Deshalb fordern wir eine soziale Mindestsicherung, die vor Armut schützt – in ganz Europa. Und wir wollen eine Angleichung der Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherungssysteme - und zwar auf hohem Niveau. 
•    Zu unserem reichen Kontinent passt keine Kinderarmut, die wollen wir für immer beenden.
•    Wir wollen der nächsten Generation die besten Chancen auf Bildung, Ausbildung und gute Jobs geben und Jugendarbeitslosigkeit in Europa bekämpfen.

Für fairen Wettbewerb: Konzerne besteuern!
•    Wer in Europa viel Geld verdient, soll auch einen angemessenen Beitrag leisten, damit wir weiter in die Zukunft investieren können – z.B. in gute Arbeit und Infrastruktur. Das schaffen wir nur, wenn auch die großen Konzerne Steuern zahlen und nicht ihr Kapital dorthin verschieben, wo sie am wenigsten Steuern zahlen. Dafür brauchen wir einheitliche Mindeststeuersätze.
•    Alle sollen ihren Beitrag leisten – nicht nur kleine Betriebe oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Das gilt auch für die großen Digitalkonzerne, die in Europa viele Hundert Millionen Euro verdienen. 

Umweltschutz und starke Wirtschaft. Europa kann beides!
•    Klima und Umwelt kennen keine Grenzen. Wir können sie nur gemeinsam schützen. Darum wollen wir, dass Energie und der Verkehr ohne Emissionen auskommen. Forschung und Entwicklung von neuer, sauberer Autotechnik wollen wir mehr fördern.
•    Bereits jetzt ist geplant, bestimmte Produkte aus Einwegplastik zu verbieten. Aber es muss viel mehr recycelt werden, damit kostbare Rohstoffe nicht auf dem Müll landen. 
•    Wir wollen eine Landwirtschaft, die unsere Umwelt schützt, und nicht ausbeutet. Das Insektensterben muss gestoppt und unsere biologische Vielfalt erhalten werden.
•    Mit guten Ideen und Erfindergeist können wir für eine gute Umwelt und gleichzeitig für wirtschaftlichen Erfolg sorgen.

Den Frieden in Europa bewahren!
Wir lieben die Freiheit, achten die Rechte jedes Menschen und glauben an den Zusammenhalt. Den Frieden in Europa erhalten wir nur, wenn wir zusammenhalten. Gegen die Widerstände von außen, aber auch gegen die von innen.

Unser Zusammenhalt ist der Schlüssel zur Erfolgsgeschichte Europas. Unsere gemeinsamen Werte verbinden uns. Die Zukunft können wir nur miteinander gestalten.

Europa ist die Antwort. – Darum kommt zusammen! Und macht Europa stark!

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