AfA Baden-Württemberg

 

Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 28.06.2018

Existenzsicherung immer noch fraglich - AfA-Vorsitzender Udo Lutz: „In vielen Landstrichen kann man davon nicht leben“

Lutz Buko2012Der SPD-Arbeitnehmerflügel begrüßt die neue Empfehlung der Mindestlohnkommission für eine Anhebung des Mindestlohnes auf 9,19 Euro ab 1. Januar 2019 und 9,35 Euro ab 1. Januar 2020.
Der AfA-Vorsitzende Udo Lutz betont, dass durch den Mindestlohn der SPD die niedrigsten Löhne überwunden werden konnten. „Allerdings“, so Lutz, „ist damit oftmals kein ordentliches Auskommen gesichert. „Die hohen Lebenshaltungskosten, vor allem die steigenden Mieten und die hohen Kosten für Mobilität, machen es ja selbst Mittelschichtseinkommen inzwischen schwer, über die Runden zu kommen. Weniger als 10 Euro pro Stunde helfen hier nicht weiter.“

Zudem müsse die öffentliche Hand in Land und Kommunen mit Vergabeordnungen und einem verbesserten Landestariftreue- und Mindestlohngesetz für tarifgebundene Beschäftigung sorgen. Für die AfA steht fest: „Aus öffentlichen Geldern soll nur gute Arbeit finanziert werden, keine Dumpinglöhne. Dazu gehört die Tariftreue der Beauftragten Unternehmen und dann auch mehr Kontrollen zur Einhaltung des Mindestlohns“, so Lutz.

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am 16.06.2018

Die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) begrüßt mit der Brückenteilzeit die jüngste Initiative von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. So sollen ArbeitnehmerInnen ab 2019 die Möglichkeit bekommen, ihre Stelle in einem bestimmten Zeitkorridor auf Teilzeit reduzieren und später wieder auf eine Vollzeitstelle aufstocken zu können.

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am 16.03.2018

Der „Tag für gleiche Bezahlung“ am 18. März macht symbolisch auf den Entgeltunterschied zwischen den Geschlechtern aufmerksam, der in Deutschland aktuell noch immer 21% beträgt. Daraus ergeben sich 77 Tage, in denen Frauen für gleiche bzw. gleichwertige Arbeit umsonst arbeiten.

„Die Tatsache, dass der EPD genau wie im letzten Jahr auf den 18.03. fällt, zeigt uns, dass sich die geschlechterspezifische Lohnlücke kein Stück geschlossen hat“, so die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) Andrea Schiele. „Das zu Beginn des Jahres in Kraft getretene Entgelttransparenzgesetz weist auf eine der Ursachen für diese Lohnungerechtigkeit hin: fehlende Transparenz!“, so Schiele weiter. „ Nur wenn die Arbeitnehmerinnen wissen, wie groß die Lohnlücke ist, können sie auch dagegen angehen.“ Darüber hinaus ist die neue Bundesregierung nun aufgefordert, hier weitere Maßnahmen voranzutreiben, die nicht nur an wenigen Orten Transparenz ermöglichen, sondern auch aktiv der systematischen Entgeltlücke entgegenwirken.

Diese Forderungen werden auch von der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) unterstützt. Die Lohnlücke wirke sich vor allem später im Alter aus, so Landesvorsitzender Udo Lutz. Er macht damit wiederholt auf das große Risiko der drohenden Altersarmut aufmerksam. „Am Ende ihres Erwerbslebens stehen Frauen häufig mit Renten da, die das Überleben kaum sichern können. Mit einer durchschnittlichen Rente von etwa 645 Euro im Monat (West- und Ostdeutschland zusammen), die eine Frau zu erwarten hat, ist es kaum möglich, der Altersarmut zu entgehen.“