AfA Baden-Württemberg

 

Veröffentlicht in Allgemein
am 28.04.2022

Aufruf der AfA Baden-Württemberg zum 1. Mai 2022

Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg in der Ukraine markiert eine Zeitenwende. Dieser Krieg ist auch ein Angriff auf Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa. Diese Bedrohung erfordert entschlossenes Handeln, ebenso wie Umsicht. Deutschland unterstützt die Ukraine auf vielfältige Weise: humanitär, wirtschaftlich und durch Waffenlieferungen. Wir sind froh, dass im Kabinett Frauen und Männer Verantwortung tragen, die solche schwierigen Entscheidungen genau abwägen und die Konsequenzen nicht aus den Augen verlieren, stets in enger Abstimmung mit unseren internationalen Partnern.

Die Auswirkungen dieses Krieges sind auch bei uns deutlich zu spüren. Das merken wir nicht zuletzt an steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten. Die Bundesregierung hat schnell und unbürokratisch reagiert und ein Entlastungspaket geschnürt. Insbesondere der Familienzuschuss, die Energiepreispauschale, die Einmalzahlung für Menschen mit wenig Geld und die Energiesteuersenkung werden eine spürbare und kurzfristige Entlastungswirkung haben. Auch die Bezieher:innen von Sozialleistungen sollen mit einem erneuten Zuschuss auf den Regelsatz entlastet werden.

Wir machen Politik für eine Gesellschaft des Respekts. Respekt bedeutet auch, von seiner Arbeit leben zu können. Deshalb wird der Mindestlohn ab Oktober auf 12 Euro steigen. Davon profitieren Millionen Menschen in ganz Deutschland. Darunter sind vor allem viele Frauen und viele Menschen in Ostdeutschland, wo der Niedriglohnbereich aufgrund mangelnder Tarifbindung besonders groß ist. Denn bessere Löhne bedeuten auch bessere Renten.

Um die Herausforderungen unserer Zeit zu gestalten, brauchen wir eine starke Mitbestimmung. Gute Arbeit, nachhaltigen Wohlstand und sozialen Fortschritt gibt es nur mit einem Ausbau der Arbeitnehmerrechte. Nehmt die Gelegenheit wahr und beteiligt Euch an den in den nächsten Wochen in zahlreichen Betrieben stattfindenden Betriebsratswahlen!

Klar ist: Frieden, Gerechtigkeit und sozialer Zusammenhalt sind kein Selbstläufer, sondern müssen immer wieder gemeinsam erkämpft werden.

Lasst uns daher am 1. Mai gemeinsam mit den Gewerkschaften auf die Straßen und Marktplätze gehen und ein sichtbares Zeichen für ein solidarisches Miteinander und eine gerechte und friedvolle Zukunft setzen!

Lesen Sie hier den Aufruf des AfA-Bundesvorstands zum 1. Mai

VeranstaltungenAfA-Bundeskonferenz 2022

Veröffentlicht in Veranstaltungen
am 12.04.2022

Die AfA-Bundeskonferenz fand vom 8. bis 10. April 2022 in Bad Kreuznach statt - pandemiebedingt zwei Jahre später als ursprünglich geplant. 

Neben zahlreichen Grußworten, u.a. der Parteivorsitzenden Saskia Esken und von Gewerkschaftsvertretern, und einem Impulsreferat von IG Metall-Vorstand Wolfgang Lembstand stand ein Podiumsgespräch "50 Jahre AfA" mit Kevin Kühnert und Rudolf Dreßler auf dem Programm. 

Die baden-württembergische Delegation umfasste 16 Delegierte. Bei den Wahlen zum AfA-Bundesvorstand wurde Cansel Kiziltepe MdB als neue AfA-Bundesvorsitzende gewählt. Klaus Barthel, der langjährige Vorsitzende, hatte nicht mehr kandidiert und wurde mit großem Applaus verabschiedet. Udo Lutz wurde als Stellv. Bundesvorsitzender wiedergewählt. Weitere Stellvertreter:innen sind Ronja Endres, Annegret Hansen, Michael Jung, Erik von Malottki und Ulrich Piechota.

Veröffentlicht in Pressemitteilungen
am 07.03.2022

ASF und AfA zum Equal Pay Day am 7. März und zum Internationalen Frauentag am 8. März

 

„Auch wenn in den vergangenen Jahrzehnten im Bereich Gleichstellung einiges erreicht wurde, können wir noch nicht zufrieden sein. Frauen sind weiterhin in Führungspositionen und Parlamenten unterrepräsentiert, arbeiten hauptsächlich in Teilzeit und übernehmen noch immer den überwiegenden Teil der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen“, erklärt Sonja Elser, Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) Baden-Württemberg. Zudem seien Frauen und Mädchen im Alltag oft Diskriminierung ausgesetzt, die bereits mit der Sprache beginnt, mit sogenannter „Hate Speech“. Dabei werden regelmäßig die Grenzen der Privatsphäre, der Vertraulichkeit und des Respekts überschritten.

 

Udo Lutz, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) betont: „Frauen verdienen für den gleichen Job auch heute noch durchschnittlich 18 Prozent weniger als Männer. Gründe für diesen Gender Pay Gap sind z.B., dass Frauen oftmals Berufe ausüben, die insgesamt geringer entlohnt werden, z.B. in der Pflege oder in der frühkindlichen Bildung. Frauen haben schlechtere Karrierechancen und stoßen an gläserne Decken. Wir wollen endlich faire Löhne! Um dies durchzusetzen braucht es u.a. mehr Frauen, die sich in Arbeitnehmervertretungen engagieren.“ Die zunehmende Digitalisierung verbessere zwar die Arbeitsmarkt- und Erwerbschancen für Frauen nicht automatisch, eröffne aber die Chance auf mehr Lohngleichheit.

 

Die strukturelle Diskriminierung müsse endlich ein Ende haben, darin sind sich ASF und AfA einig. Die beiden Arbeitsgemeinschaften begrüßen es daher, dass sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt hat, den Gender Pay Gap deutlich zu senken.