AfA Baden-Württemberg

Herzlich Willkommen!

bei der Arbeitsgemeinschaft für Arbeit in der SPD (AfA) Baden-Württemberg. Die AfA ist die größte und mitgliederstärkste Arbeitsgemeinschaft in der SPD. Hier engagieren sich politisch interessierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Gewerkschafter, Betriebs- und Personalräte, Jugend- und Auszubildendenvertreter und gewerkschaftliche Vertrauensleute. Das Leitmotiv unserer politischen Arbeit lautet: Für Arbeit und soziale Gerechtigkeit! Für diese beiden nach wie vor aktuellen Ziele engagieren sich Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten seit über 150 Jahren.

Erwerbsarbeit entscheidet für die allermeisten Menschen über das Maß der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Unser vorrangiges Ziel muss daher der Abbau der Massenarbeitslosigkeit und die Schaffung existenzsichernder und sozial abgesicherter Arbeitsplätze sein. Errungenschaften unseres gewachsenen Sozialstaates wollen wir sichern und den Herausforderungen in Wirtschaft und Arbeitswelt anpassen. Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und informieren Sie sich über unsere Arbeit und unsere Positionen.

Daniel Sauerbeck

AfA-Landesvorsitzender

 

AfA Baden-Württemberg läuft Sturm gegen Renten-Pläne

„Rente mit 70 und Rentenkürzungen sind ein sozialpolitischer Offenbarungseid!“

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) Baden-Württemberg kritisiert die Vorschläge eines Expertengremiums zur gesetzlichen Rentenversicherung scharf. Wie vorab bekannt wurde sehen die Pläne offenbar eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre ab den 2060er Jahren sowie eine Absenkung des Rentenniveaus auf 46 Prozent vor. Für die AfA ist damit eine rote Linie überschritten.

Lebensrealität statt Rechenmodell

Die AfA weist darauf hin, dass eine pauschale Erhöhung des Rentenalters an der Realität vieler Beschäftigter vorbeigeht. Noch immer gibt es zahlreiche körperlich und psychisch belastende Berufe, in denen auch technologische Entwicklungen keine grundlegende Entlastung erwarten lassen.

Der baden-württembergische AfA-Landesvorsitzende Daniel Sauerbeck erklärt: „Wir müssen uns doch nur einmal in den Betrieben unserer Region umschauen. Wie soll eine Kollegin oder ein Kollege in der Schichtarbeit mit 69 Jahren noch am Band stehen und oder schwere körperliche Arbeit leisten? Wie soll eine Pflegekraft im Klinikum nach Jahrzehnten im Drei-Schicht-System Betten schieben und Patientinnen und Patienten pflegen, wenn sie selbst auf die 70 zugeht?“

 

Auch Dachdecker, Handwerker oder Erzieherinnen erreichen schon heute oft nicht gesund das bestehende Renteneintrittsalter.

Die AfA betont zugleich: Ziel müsse sein, dass Beschäftigte länger gesund bleiben und tatsächlich bis zum heutigen Renteneintrittsalter arbeiten können. Statt pauschal das gesetzliche Renteneintrittsalter weiter anzuheben, brauche es bessere Arbeitsbedingungen, Gesundheitsprävention, Rehabilitation und altersgerechte Arbeitsplätze.

Länger arbeiten – und am Ende weniger Rente

Besonders kritisch sieht die AfA die Kombination aus höherem Renteneintrittsalter und sinkendem Rentenniveau. „Eine Absenkung des Rentenniveaus auf 46 Prozent bedeutet für viele Beschäftigte die direkte Rutschbahn in die Altersarmut“, warnt Sauerbeck. „Wer im Niedriglohnsektor arbeitet oder wegen Erziehungszeiten Lücken im Lebenslauf hat, wird trotz jahrzehntelanger Arbeit im Alter auf Grundsicherung angewiesen sein. Betroffene sind zum Beispiel oftmals Verkäuferinnen im Einzelhandel oder gelernte Landwirte.“

Solidarische Finanzierung statt Rentenkürzungen

Statt einer Kürzungsdebatte fordert die AfA zur Sicherung des Rentensystems eine solidarische Erwerbspersonenversicherung, in die alle einzahlen – auch Beamte, Selbstständige und Abgeordnete. So müsse die Finanzierung der Rente breiter aufgestellt werden und versicherungsfremde Leistungen, für die keine Beiträge eingezahlt werden, konsequent aus Steuermittel statt aus Beiträgen finanziert werden.

„Die Lebensleistung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verdient Respekt, keine Demütigung durch immer neue Sonderopfer“, so Sauerbeck. „Wer über das Renteneintrittsalter spricht, muss zuerst darüber sprechen, wie Beschäftigte gesund bis zum Renteneintritt arbeiten können, statt die Verantwortung einseitig auf die Beschäftigten abzuwälzen.“

AfA kritisiert geplante Gesundheitsreform: Einseitige Belastung von Beschäftigten und Familien

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeit (AfA) übt deutliche Kritik an den aktuellen Plänen zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Die vorgesehenen Maßnahmen führen nach Auffassung der AfA zu einer erheblichen Mehrbelastung insbesondere für Beschäftigte mit kleinen und mittleren Einkommen sowie für Familien.

Höhere Zuzahlungen treffen Versicherte direkt

Die geplante Anhebung der Zuzahlungen für Medikamente und Leistungen stellt eine spürbare Mehrbelastung dar. Künftig sollen Versicherte statt bislang mindestens 5 Euro nun mindestens 7,50 Euro und bis zu 15 Euro pro Leistung zahlen.
Die AfA warnt davor, dass dies den Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung insbesondere für einkommensschwächere Gruppen erschwert.

Leistungskürzungen verschlechtern Versorgung

Die Reform sieht zudem Einschränkungen bei einzelnen Kassenleistungen vor. Besonders kritisch bewertet die AfA die geplante Reduzierung des Zuschusses für Zahnersatz von derzeit 60 Prozent auf künftig nur noch 50 Prozent der Regelversorgung.
Dies bedeutet eine deutliche Erhöhung des Eigenanteils für Versicherte.

Auch präventive Leistungen stehen zur Disposition. So wird die flächendeckende Hautkrebsvorsorge für Erwachsene infrage gestellt – mit Verweis darauf, dass laut Expertenkommission kein ausreichender Nachweis für eine Senkung von Krankheits- oder Todesfällen vorliege.

Einschränkung der Familienversicherung

Besonders problematisch ist aus Sicht der AfA die geplante Einschränkung der kostenlosen Mitversicherung von Familienangehörigen. Dies trifft vor allem Haushalte mit nur einem Einkommen und verschärft soziale Ungleichheiten.

Ungerechte Verteilung der Lasten

Zwar ist eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze vorgesehen, jedoch werden die Hauptlasten der Reform nach Einschätzung der AfA von den Versicherten getragen. Insgesamt sollen Patientinnen und Patienten mehrere Milliarden Euro zur Stabilisierung der Kassen beitragen – unter anderem durch höhere Zuzahlungen und Leistungskürzungen.

Die AfA kritisiert, dass diese Maßnahmen vor allem kleinere und mittlere Einkommen überproportional belasten.

Einsparpotenziale nicht ausgeschöpft

Statt einseitiger Belastungen fordert die AfA, vorhandene Einsparpotenziale konsequent zu nutzen. Dazu zählen unter anderem überhöhte Verwaltungskosten sowie die Gehälter von Krankenkassen-Vorständen. Eine stärkere Regulierung in diesem Bereich könnte zur Entlastung beitragen, ohne die Versorgungsqualität zu gefährden.

Fazit

Die AfA fordert eine solidarische und gerechte Gesundheitsreform, die die Finanzierung auf breite Schultern verteilt, statt einseitig Versicherte und Familien zu belasten. Gesundheit darf keine Frage des Geldbeutels werden.

1. Mai - AfA Baden-Württemberg unterstützt DGB-Aufruf unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite"

1. Mai – Tag der Arbeit

Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ ruft der DGB auch in diesem Jahr bundesweit zu Kundgebungen und Demonstrationen auf.

Die AfA Baden-Württemberg unterstützt diesen Aufruf und steht an der Seite der Beschäftigten: für gute Arbeit, sichere Jobs und faire Löhne.

Wir sagen klar:
✔ Arbeit darf nicht zur Ware werden
✔ Tarifbindung stärken statt Lohndumping
✔ Zukunft sichern durch Investitionen in Beschäftigung und Qualifizierung

Gemeinsam auf die Straße – für soziale Gerechtigkeit und Respekt vor Arbeit!

1. Mai: Deine Stimme zählt. Deine Arbeit zählt.

AfA Baden-Württemberg unterstützt DGB-Aufruf unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai 2026 unterstützt die AfA den diesjährigen Aufruf des DGB unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“. Damit setzt der Gewerkschaftsbund ein deutliches Zeichen für gute Arbeit, sichere Beschäftigung und soziale Gerechtigkeit in Zeiten tiefgreifender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Veränderungen.

Die AfA Baden-Württemberg erklärt ihre ausdrückliche Unterstützung für diesen Aufruf. Als sozialpolitische Interessenvertretung innerhalb der SPD steht die AfA BaWü an der Seite der Beschäftigten und macht deutlich, dass die Zukunft der Arbeit nicht allein nach Profitinteressen gestaltet werden darf. „Im Mittelpunkt müssen die Menschen stehen, die täglich mit ihrer Arbeit den wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes sichern. Gute Arbeit, faire Löhne und sichere Arbeitsplätze sind die Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt“, so die AfA Baden-Württemberg.

Die AfA Baden-Württemberg fordert in diesem Zusammenhang:

  • Stärkung der Tarifbindung und flächendeckende Tarifverträge
  • Sicherung und Ausbau von Arbeitsplätzen in Industrie, Pflege und Dienstleistung
  • Massive Investitionen in Qualifizierung, Weiterbildung und Fachkräftesicherung
  • Eine sozial gerechte Gestaltung von Digitalisierung, Transformation und Energiewende

Der 1. Mai bleibt aus Sicht der AfA BaWü ein zentraler Kampftag der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für Solidarität, Mitbestimmung und soziale Gerechtigkeit.