AfA Baden-Württemberg

 

Veröffentlicht in Aktuelles
am 29.04.2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir, die SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) in Baden-Württemberg, erklären uns solidarisch mit eurem Kampf gegen die Zerschlagung der K&U Bäckereien und damit gegen unsichere und schlecht bezahlte prekäre Arbeit.

Die Pläne der EDEKA Südwest, die K&U-Bäckereien zu übernehmen, sind für Mitarbeitende in den Bäckereien fatal. Anders als die K&U würde die Beschäftigung bei den einzelnen Kaufleuten ohne Tarifverträge ausgeführt werden. Das können wir so nicht akzeptieren. Diese indirekte Kündigung der Tarifverträge ist ein Generalangriff auf eure Tarifverträge. Damit ist mittelfristig mit einer Verschlechterung der Einkommen zu rechnen. Und das nach den vielen Jahren der Mitarbeit im Unternehmen. Wir sagen dazu entschieden Nein.

Eine Umstrukturierung des Unternehmens ist zwar möglich, aber wir fordern die EDEKA Südwest auf, mit euch und mit eurer Gewerkschaft, der Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), Verhandlungen aufzunehmen. Wir kämpfen mit euch, damit EDEKA Südwest die Verantwortung erkennt, um eine Standortgarantie festzulegen und die guten Arbeitsbedingungen zu übernehmen. Auch die gute Arbeit eines Betriebsrates muss gewährleistet werden.

Es kann nicht sein, dass durch die Übernahme der Filialen Tariflöhne nicht mehr bezahlt werden. Es kann nicht sein, dass es ab sofort auch kein Weihnachtsgeld, weniger Urlaub und keinen Betriebsrat geben wird.

Wir fordern EDEKA Südwest darüber hinaus auf, sich als Arbeitgeber in einem Arbeitgeberverband zu engagieren und somit wieder Tarifpartner zu werden.

Wir solidarisieren uns mit euch gegen die Schließungen der Filialen und für gute Arbeit mit guten Tariflöhnen und mit starken Arbeitsrechten. Ihr könnt euch unserer Unterstützung sicher sein.

Für den AfA-Landesvorstand
Udo Lutz und Daniele Cipriano

Veröffentlicht in Aktuelles
am 27.04.2021

Aufruf der AfA Baden-Württemberg zum Tag der Arbeit 2021


Der 1. Mai ist der Tag der Solidarität. Und Solidarität ist so wichtig wie nie. Die Krise hat die Probleme unserer Arbeitswelt offengelegt. Der Markt allein kann die Herausforderungen nicht regeln. Beschäftigte brauchen Schutz und Unterstützung. Wir wollen mit solidarischer Politik die Zukunft der Arbeitswelt gestalten - gemeinsam mit den Beschäftigten und den Unternehmen. Solidarität heißt für uns:

Sozialstaat stärken
Wie wertvoll ein funktionierender Sozialstaat ist, haben wir in der Krise erlebt. Anders als in anderen Ländern konnten die Folgen der Krise abgemildert werden, z.B. durch die Aufstockung und Verlängerung des Kurzarbeitergelds. Ein handlungsfähiger und solidarischer Sozialstaat ist Garant für ein sicheres Leben und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Klimagerechtigkeit jetzt!
Klimaschutz ist zwingende Notwendigkeit für eine gute Zukunft der Menschheit insgesamt. Gemeinsam müssen wir das 1,5 Grad Ziel der Pariser Klimakonferenz einhalten und die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umsetzen. Solidarität bedeutet Klimagerechtigkeit und Frieden. 

Gute Bildung gewährleisten
Alle jungen Menschen sollen gleiche Bildungschancen haben, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. In Baden-Württemberg besteht in Sachen Bildungsgerechtigkeit und Bildungsqualität vieles verbesserungswürdig. Durch die Krise hat sich die Ungleichheit weiter verschärft. Wir brauchen mehr Lehrkräfte und Unterstützungsangebote gegen die Benachteiligungen aus der Krise.

Beschäftigung sichern – Wandel gestalten
Die Transformation unserer Wirtschaft ist in vollem Gange. Wir wollen die Beschäftigten von heute vorbereiten auf die Arbeit von morgen. Arbeitnehmer*innen sollen nicht erst weitergebildet werden, wenn sie ihren Arbeitsplatz verloren haben, sondern bereits während ihrer Beschäftigung im Betrieb. Dazu gehört für uns auch familienorientierte Weiterbildung in Teilzeit-Modellen.

Arbeitnehmer*innen schützen
Arbeitnehmer*innenrechte werden bislang oft übergangen. Wir wollen faire Entlohnung und gute Arbeitsbedingungen für alle. Gute Arbeit kommt dann, wenn sich möglichst viele Unternehmen an den Tarifverträgen beteiligen, und die Einhaltung von Standards, z.B. bei Unterbringung und Arbeitszeiten, kontrolliert wird.

Solidarität leben
Solidarität heißt, für etwas einzustehen, auch wenn man selbst nicht betroffen ist. Um die drängenden Aufgaben der Zukunft zu bewältigen, braucht es die Solidarität aller, wenn wir die Gesellschaft zusammenhalten und einer weiteren Spaltung entgegenwirken wollen. Zusammenstehen statt ausgrenzen. Unterstützen statt zurücklassen. – Nur gemeinsam sind wir stark!

Solidarität ist Zukunft!
 

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Veröffentlicht in Aktuelles
am 19.02.2018

Im Jahr 2018 stehen in vielen Betrieben Betriebsratswahlen an. Zwischen dem 1. März und dem 31. Mai sind Beschäftigte in ganz Deutschland aufgerufen, ihre Vertreterinnen und Vertreter in den Betriebsrat zu wählen.

Der Betriebsrat steht für mehr Mitbestimmung im Betrieb. Es setzt sich dafür ein, dass Arbeitsplätze sicherer, Entgelte höher und Arbeitsbedingungen besser sind. Er kümmert sich um sozialverträgliche Arbeitszeiten und Qualifizierung.

Wählen gehen!
Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) und die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) der SPD Baden-Württemberg rufen deshalb alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen!